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Reibungslose Verbindungen

faigle Kunststoffe GmbH aus Hard, Österreich, schreibt schon seit mehr als 60 Jahren Kunststoffgeschichte und hat dabei die Entwicklung tribologischer Systeme und neuer Kunststofftechnologien massgeblich mitgestaltet. Auf dem Gebiet des Gleit- und Reibungsverhaltens gehören viele faigle-Kunststoffe zur absoluten Spitzenklasse.

Eines der wichtigsten Spezialgebiete von faigle ist die Erforschung des Gleitverschleißes bei technischen Kunststoffen. Die Tribologie umfasst das Forschungsgebiet und die Technologie von wechselwirkenden Oberflächen in relativer Bewegung. Sie befasst sich mit der wissenschaftlichen Beschreibung von Verschleiß, Reibung und Schmierung sowie der Entwicklung von Technologien zur Optimierung von Reibungsvorgängen. Diese komplexen Systeme sind nicht 1:1 rechenbar und der Anwender kann sich hier nicht auf reine Datenblätter verlassen. Oft kann man nur aufgrund von Versuchen feststellen, welcher Werkstoff sich für welche Anwendung am Besten eignet. Faigle verfügt über die entsprechenden Labors und Prüfstände um solche Versuche durchführen zu können und hat sich so über die Jahre hinweg eine umfassende Datenbank aufgebaut, um dem Anwender die beste Beratung bezüglich Werkstoff, Lebensdauer, Schmierung usw. zu bieten.

Einflussparameter

Damit der Konstrukteur sich für das richtige Gleitelement entscheiden kann, ist es enorm wichtig, sich Gedanken über die Einflussparameter zu machen. Sollen die Polymer-Gleitlager für umlaufende, hubartige oder pendelnde Bewegungen eingesetzt werden? Welche Temperaturen treten auf? Können Fremdkörper wie Staub oder Sand in die Lagerstellen eindringen? Auch ist der Einfluss von Gleitgeschwindigkeit und Druckbelastung ein wesentlicher Faktor. Hier gibt der pv-Wert schnell Auskunft, welche bzw. ob polymere Gleitlager eingesetzt werden können. Der pv-Wert ist das Produkt aus spezifischer Lagerbelastung (p) und Geschwindigkeit (v). Die zulässigen pv-Werte der verschiedenen Polymere ergeben sich somit aus der Multiplikation von Druck (pro mm² der projizierten Lagerfläche) mal Geschwindigkeit (in m/sek) und werden primär von Temperatur, Wellenwerkstoff und Schmierung beeinflusst.

Schmierung

Bei der Auswahl des Schmierstoffes ist unbedingt die Verträglichkeit mit den Gleitpartnern zu prüfen. Schmiernuten oder Bohrungen in der Lauffläche dienen primär als Schmierstoffdepot, haben aber auch den Vorteil, dass Abrieb- oder Schmutzpartikel darin abgelagert werden können und sich nicht auf der Lauffläche absetzen. Welche Ausführungsart für den Anwender die Ideale ist, hängt von den jeweiligen Betriebsbedingungen ab. Gleitlager aus den meisten PAS-Polymeren können sowohl trocken laufen als auch mit Öl oder Fett, aber auch mit Wasser und anderen Flüssigkeiten geschmiert werden. Als Faustregel gilt, dass mit Wasserschmierung doppelt und mit Ölschmierung dreifach höhere pv-Werte aufgenommen werden können als ohne Schmierung. Sollten die Gleitlager für den Trockenlauf vorgesehen werden, derartige Einsätze finden sich zum Beispiel in der Textil- und Lebensmittelindustrie, ist es dennoch ratsam, bei der Montage bzw. der Inbetriebnahme der Anlage einmalig zu schmieren. Dies wirkt als Einbauhilfe bis sich die Gleitflächen angepasst haben.

Konstruktive Auslegung einer Lagerstelle

Bei der Konstruktion einer Lagerstelle muss sich der Anwender Gedanken über die Wärmeausdehnung und über die Wärmeleitung machen. Polymere sind schlechte Wärmeleiter. Aus diesem Grund muss für eine wirksame Wärmeabfuhr bzw. Kühlung während des Betriebs gesorgt werden. Insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten empfiehlt es sich, Lagerbuchsen dünnwandig auszuführen, um die Wärmeabfuhr zu erleichtern. Bei der Wahl der richtigen Wandstärke, Buchsenlänge, Lagerspiel usw. verfügen die Spezialisten von faigle über die notwendige Kompetenz, um für jeden Kunden die richtige Lösung zu finden. Aufgrund ihrer hervorragenden Trockenlaufeigenschaften eignen sich z.B. faigle PAS-LX, PAS-LXY, PAS-80X oder IGOPAS C6/100X hervorragend für Lagerbuchsen, Gleitplatten und andere dynamisch beanspruchte Teile in allen Bereichen und Branchen. Der Reibungskoeffizient dieser Werkstoffe (zwischen 0,15 und 0,25), welcher sich durch Einlauf oder Mangelschmierung nochmals deutlich reduzieren lässt, liegt durchwegs unter den Basiswerten.

Fazit

Gleitwerkstoffe von faigle sind aufgrund ihres niedrigen Reibwertes, ihrer hohen Verschleißfestigkeit sowie der ausgezeichneten Trockenlauffähigkeit bestens für den Maschinen- und Anlagenbau geeignet. Sie bestechen vor allem auch durch ihr geringes Gewicht, die Korrosionsbeständigkeit und die niedrige Geräuschemission Mit dem Know-How und den erfahrenen Technikern von faigle lassen sich Kunststoff-Lösungen schnell, kompetent und sicher lösen und auch umsetzen: von der Idee bis hin zur perfekten Logistik und der Lieferung "just in time".

www.faigle.com

Weitere Informationen:

faigle Kunststoffe GmbH, Landstr. 31, A-6971 Hard Tel. +43-5574-6811-0

Bilder und Pressetexte in unterschiedlichen Versionen zum Download

Pressebericht Factbox - Gleitelemente (Dateigröße 24 KB, Dateityp doc)
Pressebericht Kurzfassung - Gleitelemente (Dateigröße 25 KB, Dateityp doc)
Pressebericht Langfassung - Gleitelemente (Dateigröße 31 KB, Dateityp doc)
Abbildung Granulat LXY (Dateigröße 535 KB, Dateityp jpg)
Abbildung RHM Prüfung (Dateigröße 984 KB, Dateityp jpg)
Diagramm pv Werte (Dateigröße 405 KB, Dateityp pdf)
Ansprechpartner Thomas Decker (Dateigröße 174 KB, Dateityp jpg)
Ansprechpartner Schweiz Paul Hug (Dateigröße 196 KB, Dateityp jpg)