Bauteilbeschreibung, Einsatzumgebung, Funktion
Die Lagerringe zur Sekundärfederung haben die Aufgabe, bei
möglichst geringem Reibwert die Bewegungen der Sekundärfeder im
Drehgestell eines U-Bahn Wagens aufzunehmen. Der Einbau erfolgt am
Drehgestell, der Lagerring wird in geschlitzter Ausführung auf die
Aufnahme gesteckt und hat nach Montage den richtigen
Außendurchmesser zur Aufnahme des Gegenlaufpartners. Vor dem
Aufsetzen muß die Buchse einmalig mit IGOPAS Paste 3713 geschmiert
werden. Weitere Wartungsarbeiten sind über den Serviceintervall
nicht mehr notwendig. Der Einsatz erfolgt über das ganze Jahr und
bei jeder Witterung.
Konstruktion, Materialwahl, Fertigungsverfahren
Kundenwunsch war auch hier, die Schmierung so weit wie möglich
zu reduzieren oder sogar entfallen lassen zu können. Wie auch schon
bei anderen ähnlichen Einsätzen ist es durch das Material PAS-LXY
und der Konstruktion einer geschlitzten Ausführung des Lagerringes
gelungen, abgesehen von einer einmaligen Einbauschmierung mit
IGOPAS Paste 3713, auf weitere Schmierungsintervalle gänzlich zu
verzichten.
Die Lagerringe aus PAS-LXY sind auch in dieser Anwendung nach
270.000 km Einsatz in mehr als 2 Jahren ohne messbaren Verschleiß.
Die gleichen Lagerringe sind inzwischen bereits wieder fast 2 Jahre
ohne Probleme im Einsatz.
Der Werkstoff hat mit seinen inkorporierten
Trockenschmierstoffen einen extrem niedrigen Reibwert, hohe
Festigkeit und ausgezeichnetes Verschleißverhalten.
Besonderer Kundennutzen
Aufgrund der obengenannten Vorteile und der Ergebnisse der
Langzeitversuche kann man auf die Schmierung verzichten
(ausgenommen die Einbauschmierung). Das erspart nicht nur
Arbeitszeit und Schmiermittelkosten, sondern es kann auch auf die
Verlegung der für die Schmierung nötigen Leitungen und Nippel am
Drehgestell verzichtet werden.
Somit ist neben der Kosteneinsparung auch ein Beitrag für die
Umwelt geleistet.Auch die bei diesem Bauteil hohen Wartungskosten
fallen nur mehr in längeren Zeiträumen an.