Fertigungsverfahren
Spritzguss, Nacharbeit
Material
PAS-60X K
Kunde
Bahnverwaltungen, Reparaturwerkstätten, Neubau
Bauteilbeschreibung, Einsatzumgebung, Funktion
Die Gleiteinlage wird in der Drehpfanne eines Drehgestelles für
Güterwagen eingebaut. Nach Aufsetzen des Wagenkastens trägt die
Gleiteinlage dessen Gewicht samt Beladung und sorgt mit einem
definierten Reibungskoeffizienten für sicheren Lauf des
Drehgestelles im Geradeauslauf und bei Kurvenfahrt. Zusätzlich muss
die Gleiteinlage auch die Stoßbelastungen aufnehmen, die beim
Anfahren, Bremsen und Rangieren auftreten. Das
Einsatzgebiet liegt im Freien bei Temperaturen von -40 bis +60
Grad, bei Regen, Schnee und Sonnenschein.
Konstruktion, Materialwahl, Fertigungsverfahren
Die Konstruktion der Gleiteinlage ergab sich aus der Form der
Drehpfanne und des Gegenteiles am Wagenkasten. Anforderungen an das
Material waren der richtige Reibwert, geringer Verschleiß, hohe
mechanische Festigkeit, kein Stick-Slip, Schmierungsfreiheit,
chemische Beständigkeit, Witterungsbeständigkeit, hohe Zähigkeit.
Diese Anforderungen werden durch das Material PAS-60X und PAS-85X
bestens erfüllt. Zulassungen verschiedener Bahnverwaltungen und
Einsatz seit über 25 Jahren bestätigen die hervorragenden
Eigenschaften dieser Werkstoffe. Natürlich sind die Gleiteinlagen
auch von der DB zugelassen. Die Fertigung erfolgt im
Spritzgussverfahren. Der Rohling wird mechanisch fertigbearbeitet
und einer Wärmebehandlung unterzogen.
Besonderer Kundennutzen
- Gegenüber früheren Lösungen entfällt die Schmierung
gänzlich.
- Das Bauteil ist kostengünstiger.
- Der Einbau erfolgt in kürzester Zeit.
- Die Haltbarkeit des Produktes hängt von den Einsatzbedingungen
ab, beträgt im Regelfall aber zumindest ein Serviceintervall
(6 Jahre).
- Die wesentlich teureren Gegenlaufteile am Wagenkasten und
Drehgestell werden geschont.
- Durch Entfall der Schmierung wird die Umwelt entlastet, und
durch den langsamen Verschleiß der
Drehpfanneneinlage entstehen keine schädlichen
Stoffe oder werden freigesetzt.